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Fischerhochzeit Tutzing

Seit über 80 Jahren wird mit der Tutzinger Fischerhochzeit die große Liebesgeschichte zweier Fischerkinder vom Starnberger See nachgespielt.
Alle fünf Jahre - erneut voraussichtlich im Jahr 2022 - feiern die Tutzinger das Historienspiel mit vielen Darstellern aus dem Ort.

Fischerhochzeit in Tutzing ©Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land

1929 initiierte Heimatpfleger Josefranz Drummer die erste Fischerhochzeit, seither wurde Tutzing insgesamt zehn mal zum Schauplatz dieses bekannten und beliebten Fests am Starnberger See.

Die Geschichte von Veronika und Michael

Vor etwa 200 Jahren entbrannte in Tutzing ein Streit zwischen dem Hoffischer Gröber vom Gröberhof und dem Tutzinger Schlossherren Graf von Vieregg. Gröber, der damals die Gemeinde führte, ärgerte sich über die zunehmenden Verpflichtungen und Abgaben der Fischer. Der Graf sorgte dafür, dass Gröbers einziger Sohn Michael, obwohl dieser als Hoffischerssohn nicht zum Heer musste, doch eingezogen und nach Russland geschickt wurde. Nach Kriegsende kehrte der traurige Rest des Heeres zurück - Michael war nicht dabei...

Die Eltern und viele Tutzinger betrauerten den vermeintlichen Tod. Und auch Veronika Bierbichler, die Tochter des Ambacher Fischmeisters, die dem Werben Michaels bisher nicht statt gegeben hatte, stellte nun fest, wie sehr sie ihn geliebt hatte.

Eines Tages aber kam ein schmutziger, zerlumpter Landstreicher in den Ort. Niemand erkannte ihn, nur der Hund des Gröberhofs lief dem Fremden schwanzwedelnd entgegen - Michael war zurück in seiner Heimat. Die Freude im Dorf und vor allem bei Veronika war groß und schon bald war klar: Veronika und Michael werden heiraten.

Am Tag der großen Fischerhochzeit kamen viele Verwandte, Bekannte und Kameraden von überall her nach Tutzing. Sogar der Graf, berührt von der Geschichte Michaels, kam mit großem Gefolge und versöhnte sich mit dem alten Gröber. Der Dorffriede war wieder hergestellt.

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