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Der Ammersee

Der Ammersee gilt mit seinem ursprünglichen Flair zwischen unberührter Natur und authentischen Dörfern bei vielen Kennern nach wie vor als Geheimtipp unter den oberbayerischen Seen.

Schifffahrt auf dem Ammersee

  • Bootshaus in Herrsching am Ammersee ©Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land
  • Dampfersteg Herrsching im Herbst ©Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land

Wer heutzutage den Ammersee besucht, wird ohne Zweifel  regen Verkehr von Segelbooten, Dampfern oder Ruderbooten feststellen. Die Schifffahrt auf dem Ammersee hat eine lange, sagenhafte Tradition. Die Anfänge des regulären Schiffsverkehrs auf dem Ammersee lassen sich etwa 500 Jahre zurückverfolgen. Damals beherrschten Fischer den See, die vor allem die Klöster Dießen und Andechs mit feiner Kost versorgten. Auch wird in einer herzoglichen Urkunde von 1611 von einer Holztrift auf dem Ammersee gesprochen, bei der Hölzer über die Ammer zu riesigen Flößen zusammengebunden und über Stegen nach Dachau transportiert wurden. Parallel dazu verkehrte auf dem See auch das Klosterschiff der Dießener Prälaten und des Andechser Abtes, das einer venezianischen Gondel nachempfunden ist. Im Laufe der Geschichte verschwand das Original sowie ein späterer Nachbau spurlos, weshalb ein zweiter Nachbau der klösterlichen Gondel erst im Juli 2001 auf Jungfernfahrt gehen konnte. Der Gondel des Klerus machte ab Ende des 19. Jahrhunderts die Dampfschifffahrt Konkurrenz. 1873 brachten zwölf Dießener Bürger die Idee ein, ein Dampfschiff auf dem Ammersee verkehren zu lassen. Sie bekamen prompt eine Zulassung, wurden aber wenig später als die „zwölf Apostel“ verspottet. Sie kauften einen Flussdampfer vom Neckar, der allerdings aufgrund seiner schmalen Bauweise nicht dem geringsten Wellengang des Ammersees gewachsen war. - An eine Seeüberquerung war nicht zu denken. Zwei Holzpontons sicherten das Schiff, damit es wenigstens entlang des Ufers verkehren konnte. Erst 1878 ging mit „Marie“, benannt nach der Königin von Bayern, der erste echte Ammerseedampfer in Betrieb. Weil der Ammersee an den Ufern relativ seicht ist, wurden Stege zum Anlegen gebaut. Die Werft der Ammerseeschifffahrt befindet sich in Stegen, was sich dadurch erklärt, dass die 1873 eröffnete Bahnlinie München – Grafrath die einzige infrastrukturelle Anbindung an den See war. Heute wird der Ammersee von zwei besonderen Dampfern befahren: Der Schaufelraddampfer „Diessen“, 1908 gebaut, wurde zu ihrem hundertsten Geburtstag generalüberholt. Die „Herrsching“, der zweite Schaufelraddampfer auf dem Ammersee ist der erste seiner Art, der in Deutschland hergestellt wurde und befindet sich seit 2002 im Dienst der Ammerseeschifffahrt. Alle auf dem Ammersee verkehrenden Dampfer laden zu nostalgischen und romantischen Fahrten im idyllischen Umfeld ein. Fahrpläne und ausführliche Informationen finden Sie unter www.seenschifffahrt.de

Karte

Orte am Ammersee

Das ehemalige Fischerdorf Herrsching mit der herrlichen Lage an der Bucht am Ostufer des Ammersees bietet Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für Kulturfreunde, Sportler und Naturliebhaber.

Zwischen Ammersee und Starnberger See gelegen, thront das Kloster Andechs auf dem "Heiligen Berg" mit einem faszinierenden Ausblick auf die umgebene Landschaft bis hin zu den Alpen.

Die Gemeinde Inning genießt eine privilegierte Lage zwischen zwei Seen: Die Ortsteile Stegen und Buch grenzen an den Ammersee, Schlagenhofen und Bachern liegen am Wörthsee.

Am südwestlichen Ende des Ammersees, mitten im malerischen bayerischen Alpenvorland, befindet sich der historische Markt Dießen – weithin bekannt für Handwerk, Kunst und Kultur.

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